Karussellroller (2006)
Das erste Mal auf einem Motorroller haben viele auf einem Kinderkarussell erlebt. Karussellroller mit glücklichen Kindergesichtern finden sich in vielen Fotoalben.
Die Firma Hennecke aus Uelzen stellte komplette Karusselle/Fahrgeschäfte her, mit einer Vielzahl von verschiedenen Fahrzeugen. Darunter auch Motorroller und Motorräder, auch mit Seitenwagen/Beiwagen.
Die Vorkriegsmotorräder hatten noch einen Motor aus Holz, dann einen Motor von Ilo und schließlich die berühmten Sachs-Motoren. Heute nennt sich so was Product-Placement und erzeugt eine frühe Markenbindung. Der Motor hatte natürlich kein Getriebe/Kurbelwelle drinnen, der Kickstarter kann jedoch betätigt werden. Die ganz frühen Tanks waren komplett aus Holz und wurden dann in GFK gefertigt. Die Trittbretter der Motorräder sind aus massivem Aluminium gegossen, die originalen Reifen aus schwerem Vollgummi der Firma Vorwerk. Die Kotflügel waren aus extra dickem Blech und das Fahrwerk komplett aus Stahlprofilen. Auch die Seitenwagenboote waren komplett aus Stahlblech. Das Gespann beispielsweise wiegt ca. 56 kg.
Die Motorroller etwa 35 kg. Optisch erinnern sie an die Lambretta. Sie waren eine gemischte Konstruktion: Der Korpus aus Holz, das Beinschild aus Blech. Teilweise verbaute die Firma Hennecke auch original Rollerteile, wie etwa die Lenkeraufnahmen der DKW Hobby. Anosnten blieb es bei Dekoration mit Aluleisten und Denfeldsitzbank.
Auch die belgische Firma Lenaerts stellte Karussellroller her, die sich mehr an amerikanischen Vorbildern wie Harley Davidson und Indian orientierten, die Firma Hennecke hingegen vertrat mehr den deutschen Stil.
Natürlich haben sich auch andere Firmen an Karussellfahrzeugen versucht, die große Liebe zum Detail und eine vollendete Form gab es wohl nur bei den Karussellkonstrukteuren Hennecke in Uelzen.
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