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Bettina, das Vespamädel Der Klassiker unter den Motorroller-Romanen und ein echtes Highlight der Rollerliteratur ist "Bettina - das Vespa-Mädel", Untertitel: "Eine motorisierte Auseinandersetzung". Die packende Geschichte des jungen Mädchens aus einfachen Verhältnissen thematisiert auf fesselnde Weise das Klassenkampfthema im Deutschland der Wirtschaftswunderzeit. Bettina - überzeugend in Szene gesetzt von Autor Hans-Erich Säuberlich kämpft um die Anerkennung ihrer Freundinnen. Die haben sich, geblendet von einem Kraftfahrzeug der Luxusklasse, um die begüterte Schulkameradin Lore geschart und gucken Bettina nicht mehr an. Bettina gelangt unter Mithilfe ihres Freundes Bert an eine Hoffmann-Vespa der ersten Baureihe (Gestängeschaltung) und schafft so ihren sozialen Wiederaufstieg. Kurz: Ein Buch, das man verschlingt und dem man zu Unrecht die Propagierung altbackener urdeutscher Rollenklischees vorwirft. Leider ist das Buch nach seinem unglaublichen Erfolg in den frühen Fünfzigern in Vergessenheit geraten und nur noch antiquarisch erhältlich. Preise auf Teilemärkten zwischen 10 und 50 €. "Onkel" Säuberlich hat übrigens noch weitere Bücher aus dem Themenkreis "Mädchen und Kraftfahrzeuge" verfasst - darunter Klassiker wie "Ist das noch Bettina?", in dem Bettina Käfer fährt...
Interessant Die ersten beiden Auflagen haben auf Seite 3 ein Bild von Bettina auf ihrem Roller. Diese Zeichnung ist in der dritten Auflage weggefallen, weil die Gestängeschaltung Mitte der Fünfziger wohl nicht mehr modern genug war.
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